„Wir leben von der Wirtschaft!“

Zur ersten Veranstaltung des Marketing-Clubs Bergisch Land nach der Sommerpause trafen sich am 25. August mehr als 60 Mitglieder und Gäste bei der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid am Wuppertaler Islandufer.
Club-Ehrenpräsident Vok Dams freute sich bei seiner Begrüßung im altehrwürdigen Plenarsaal über die große Zahl der Teilnehmer und auch darüber, zum ersten Mal eine Rede bei der IHK halten zu dürfen. Er dankte dem IHK-Präsidenten Thomas Meyer nicht nur für dessen Gastfreundschaft, sondern auch dafür, exklusiv für den Marketing-Club an diesem Abend als Referent zur Verfügung zu stehen – und schickte Meyers Vortrag gleich eine provokante Frage voraus: Welche Impulse für den Wirtschaftsstandort Bergisches Städtedreieck könnten aus dieser musealen Stätte hervorgehen?

Eine Frage, die Thomas Meyer gerne aufnahm. Seit 2013 ist der gebürtige Hannoveraner Präsident der bergischen IHK, im „Nebenberuf“ ist der Diplom-Ingenieur Geschäftsführender Gesellschafter der TKM-Gruppe mit Hauptsitz in Remscheid. The Knife Manufacturers – so der volle Name der GmbH – produzieren Maschinenmesser für den Weltmarkt.

Vor dem eigentlichen Thema seines Vortrags erläuterte Meyer seinen Gästen die Aufgaben der IHK im Allgemeinen. Die 80 Industrie- und Handelskammern und ihr Dachverband DIHK vertreten in erster Linie die Interessen der Unternehmen – dazu gehört der Kiosk um die Ecke genauso wie der Global Player – gegenüber dem Staat. Daneben übernehmen sie öffentlich-rechtliche Aufgaben, beispielsweise die Abnahme der Prüfungen der Auszubildenden. Als Berater, Veranstalter von Seminaren und Lehrgängen sind sie zudem Berater der Wirtschaft.

„Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch uns gut!“, so Meyer. Dies gelte auch für das Bergische Städtedreieck. Dabei müsse die Kooperation zwischen Remscheid, Solingen und Wuppertal im Vordergrund stehen, um den Fokus auf die Region als wirtschaftsstarken Standort zu legen. Dazu gehörten vor allem Themen wie die Vermarktung von Gewerbeflächen, der drohende Mangel von Fachkräften, die Infrastruktur, die Förderung von Existenzgründungen und die Bildung. Die Bewältigung dieser Aufgaben sei allein gemeinsam möglich – aber auch nur mit handlungsfähigen Städten, mahnte Meyer in Richtung der kommunalen Haushälter.Die IHK werde die Region bei der Vielfältigkeit der anstehenden Probleme tatkräftig unterstützen.

Mit der Gründung der aus der Bergischen Entwicklungsagentur hervorgegangenen Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft im März dieses Jahres habe man ein wichtiges Instrument geschaffen, um die Region nach innen wie auch nach außen zu stärken. Seine Position als Vorsitzender des Aufsichtsrates dieser Gesellschaft zeigt, wie wichtig Meyer das Bergische Städtedreieck als Region und seine Darstellung als attraktiver Wirtschaftsstandort ist. Auch dafür bekam der IHK-Präsident, der sich im Anschluss an seinen Vortrag den vielen Fragen der Zuhörer stellte, großen Applaus. Zum Dank überreichte ihm Club-Präsident Erich Giese eine Flasche edlen Weines aus Südafrika.

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