Die Druckindustrie - heute und in der Zukunft

Die Situation der Printmedien in den Zeiten des Internets war das Thema beim abendlichen Treffen des Marketing-Clubs Bergisch Land am 20. Februar. Und passender als der Drucksaal des Familienunternehmens Ley + Wiegandt hätte der Veranstaltungsort nicht sein können. So begrüßte Club-Geschäftsführer Dr. Andreas Kletzander die zahlreichen Mitglieder und Gäste zwischen Papierstapeln und den beeindruckend großen Druckmaschinen.

Als Moderatorin des Abends erläuterte Silke Jungmann, Geschäftsführerin von Ley + Wiegandt, warum das Thema Printmedien in die Jahresvortragsreihe "Neue Kommunikation" aufgenommen wurde und betonte, dass insbesondere die Druckbranche sich in Zeiten der Konkurrenz zum Internet immer wieder neu erfinden muss.

Wie das "zweitälteste Gewerbe der Welt" dies macht und welche Wege es dabei beschreitet, darüber sprach der Geschäftsführer des Verbandes Druck + Medien Nord-West e.V., Oliver Curdt.
Sein Vortrag basierte auf der Imagekampagne "Die Zukunft wird gedruckt" des Berufsverbandes, die zeigen soll, dass die Welt auch weiterhin nicht auf Printmedien verzichten kann. Denn trotz der vielen Negativschlagzeilen gilt: Immer noch fließen 60 Prozent der Werbeetats in Print und das Internet fungiert gar als Wachstumsmotor. Kunden bestellen z.B. Printprodukte wie individuelle Fotobücher online oder geben Flyer mit den immer häufiger genutzten QR-Codes, mit denen man komfortabel direkt an die Informationen im Netz kommt, über einen Webshop in Auftrag.

Sogar das Beispiel des Internethändlers Zalando beweist die enge Verzahnung von Print und Netz, lässt doch der Versandhändler tatsächlich rund sechs Millionen Kataloge produzieren. Auch die technischen Entwicklungen zeigen, dass sich Print tatsächlich immer neu erfindet: Angefangen bei Duftlacken, speziellen Beflockungen, gedruckten Lautsprechern über RFID-Technologie bis hin zum 3D-Druck - schier grenzenlos scheinen die Möglichkeiten heutzutage, sein Printprodukt zu individualisieren, zu einem alle Sinne ansprechenden Produkt zu gestalten und zu dem Medium mit der größten Reichweite zu machen.
Bei rund 400 Druckprodukten pro Kopf und Jahr in Deutschland verwundert es nicht, dass die Branche auch wirtschaftlich eine starke Rolle einnimmt: Die rund 10.000 Betriebe mit nahezu 155.000 Beschäftigten und 15.000 Auszubildenden produziert im Jahr Waren im Wert von mehr als 16 Milliarden Euro.

Alles in allem: Ein rundum gelungener Abend, an dem man viel Neues über die Printmedien erfuhr und der noch dadurch gekrönt wurde, dass die Mitarbeiter des Unternehmens Ley + Wiegandt es durch ihr Engagement möglich machten, den Anwesenden bei laufenden Maschinen einen lebendigen Einblick in die Produktions einer Druckerei zu geben.

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